Zwei Tage gemeinsam tüfteln, diskutieren und ausprobieren – und der Anfang einer wichtigen Lösung!

Am 23. und 24. September haben Aktion Mensch und Google DACH zum Accessibility Hackathon ins Google AI Center Berlin eingeladen. Wir waren dabei: Teresa, Susanne und Lisa von der Lebenshilfe Hamburg. Im Gepäck hatten wir eigene Erfahrungen, viele Ideen und eine Frage, die uns in unserer Arbeit immer wieder begegnet:

Wie können Menschen mit Lernbehinderungen erkennen, ob eine KI-Antwort verlässlich ist?

KI-Chatbots können Informationen leichter zugänglich machen – besonders dann, wenn sie in Leichter Sprache antworten. Dafür haben wir bereits unseren CustomGPT „Leichte Sprache LHHH“Opens in a new window entwickelt.

Doch eine entscheidende Barriere bleibt: KI kann Fehler machen. Ob eine Antwort stimmt, ist für uns alle oft schwer einzuschätzen. Für Menschen mit Lernbehinderungen kann das den selbstbestimmten Zugang zu Informationen erheblich erschweren.

Genau hier wollten wir ansetzen.

Unsere Idee: eine Ampel für KI-Antworten

Zusammen mit über 50 Engagierten aus Entwicklung, UX-Design und Barrierefreiheit haben wir zwei Tage lang an konkreten Lösungen gearbeitet. Das ist die Idee eines Hackathons: Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen kommen zusammen und entwickeln in kurzer Zeit erste Prototypen für eine gemeinsame Aufgabe.

Unser Team hat an einem Ampelsystem für „Leichte Sprache LHHH“ getüftelt. Es soll Nutzer dabei unterstützen, die Verlässlichkeit einer KI-Antwort besser einzuschätzen und zu erkennen, wann sie eine Information zusätzlich prüfen sollten.

Die Idee steht noch am Anfang. Jetzt müssen wir in Nutzertests herausfinden, ob die Ampel verständlich ist und im Alltag tatsächlich hilft. Der erste wichtige Schritt ist gemacht – und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Menschen mit Lernbehinderungen weiterzuarbeiten.

Unterschiedliche Perspektiven bringen uns weiter

Besonders wertvoll war für uns der Austausch: miteinander Fragen stellen, Ideen hinterfragen und gemeinsam neue Wege finden. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Erfahrungen von Menschen mit Behinderung für die Entwicklung digitaler Angebote sind. Sie müssen von Anfang an mitgestalten können.

Auch die anderen Teams haben spannende PrototypenOpens in a new window entwickelt: eine KI-gestützte App zur Unterstützung bei Telefonaten für gehörlose Menschen und Menschen mit Sprechbeeinträchtigungen, eine Navigationshilfe zum Auffinden von Gebäudeeingängen für Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen und einen barrierefreien Coding-Assistenten.

Wir sagen Danke!

Danke an Aktion Mensch, Fernanda Miranda de Oliveira und Google DACH für die Einladung und Organisation – und an alle, mit denen wir beim Hackathon zusammenarbeiten und ins Gespräch kommen durften.

Wir nehmen neue Kontakte, viel Freude an der Zusammenarbeit und eine Idee mit zurück nach Hamburg, die wir weiterentwickeln wollen: für digitale Teilhabe, gemeinsam mit Menschen mit Behinderung.

Die Reise nach Berlin

Ein Rückblick von Lisa

Wir sind am Dienstag den 22.9.26 nach Berlin zur Google gefahren für unser Projekt. Die Reise war anstrengend, unsere Zug hatte Verspätung, wir kam spät im Hotel an. Am 1 Tag von Google haben wir uns viel angehört, was die so machen. Wir haben alle unsere Probleme erzählt, was schwer in Internet ist. Diese Probleme haben die dann in einer Tafel geschrieben, man musste sein Name hinter den Probleme kleben, dadurch haben sich kleine Gruppen gebildet. Man sollte sich Gedanken machen, wie man etwas gutes in 2 Tage für andere Gruppen vorstellen kann. Wir haben viele im Netz guckt und sucht wie wir das machen können haben mit Chatgpt skill gearbeitet: daraus eine Ampel gemacht mit Grün Gelb Rot. Grün steht für gut, Gelb für ok und Rot für nicht gut. Haben dazu fragen mit antworten beigefügt. Am 2 Tag haben wir das ganze zusammen gefasst und vorstellt vor den Gruppen. Es war schön. Danach waren wir kaputt.